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Terror und Erlösung

(OS 16664)

  • Zeit: freitags 14.00-16.00 Uhr
  • Ort: KL 32/202 (Übungsraum)
  • Beginn: Fr., 27.04.07

Die moderne Lebenswelt der 20er Jahre ist von so ungleichartigen zeitgenössischen Diskursen geprägt, wie die von Georg Simmel, Martin Buber, Henri Bergson, Walter Strich, Hermann Bahr, Robert Musil, Sigmund Freud, Ernst Kretschmer, Franz Blei, Max Scheler und Hugo Ball, aber auch von Walter Rathenau, Oswald Spengler, Ludwig Klages oder Carl Schmitt. Zu analysieren sind die Facetten eines Gewaltdiskurses, der seine Legitimität und Legalität aus Erlösungshoffnungen bezieht, nicht aber aus der Bewältigung einer modernen Realität, die ständig entgleitet. Ob als „Konflikt der modernen Kultur“ (Georg Simmel), als „Fluch des objektiven Geistes“ (Walter Strich), als „Unbe­hagen in der Kultur“ (Sigmund Freud), als „Flucht aus der Zeit“ (Hugo Ball) diagnostiziert oder als „Untergang des Abendlandes“ (Oswald Spengler), als „Mechanik des Geistes“ (Walter Rathenau) oder als „Widersacher der Seele“ (Ludwig Klages) – stets handelt es sich um Kontingenzbewältigung mit untauglichen Mitteln bzw. um den Versuch, den Traditionsverlust mit Hilfe von Zugriffen vor allem auf religiöse Bestände zu reparieren.

Das Seminar dient der Vorbereitung einer Konferenz zu dem Thema:
Terror und Erlösung. Robert Musil und die zwanziger Jahre
vom 4.-7. Oktober 2007 an der FU Berlin

Seminarplan

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Hans Feger
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